Polyphenole

Die Pflanze Cistus Incanus ist vor allem durch den immensen Gehalt an Polyphenolen bekannt. Sie gilt als einer der reichhaltigsten Polyphenol Liefereranten, die auf dem europäischen Kontinent gedeihen. Aufgrund der reichhaltigen phenolischen Verbindungen die in der Zistrose vorkommen, ist die Pflanze für den Menschen so wertvoll.

Dazu ist zu sagen, dass Polyphenole in fast allen Pflanzenarten zu finden sind. Polyphenole stellen hierbei die größte Gruppe innerhalb der sekundären Pflanzenstoffe dar. Diese natürlichen Polyphenole kommen in den Pflanzen als bioaktive Substanzen vor – als beispielsweise Farbstoffe, Geschmacksstoffe und/oder Tannine.

Laut der Online Enzyklopädie Wikipedia wird den Polyphenolen vor allem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben: “Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Im Rahmen verschiedener Studien mit bestimmten Polyphenolen wurde ein gehemmtes Wachstum von Krebszellen in der Brustdrüse, Lunge, Haut, dem Darm und der Prostata beobachtet (Lansky 2007).” (Quellenverweis)

Auf das Phänomen der antioxidativen Wirkung der Polyphenole wurde die Wissenschaft erstmals 1991 aufmerksam. In diesem Jahr erschien in den Vereinigten Staaten das Buch “The French Paradox”. In dem besagten Buch versuchte der französische Professor Renaud Erklärungsansätze zu liefern, weshalb gerade Südfranzosen trotz hohem Tabakkonsum und fettreichem Essen vergleichsweise selten an Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs erkrankten. Dabei wurde auf den regelmäßigen Verzehr von Rotwein hin gedeutet. Polyphenole aus Rotwein besitzen einen antioxidativen Effekt, der gut 40% höher liegt als äquimolare Konzentrationen des Vitamin E.

Cistus Incanus (Zistrose) gehört dabei zu den wenigen Pflanzen mit einem immensen Polyphenolgehalt. Zu den Pflanzen die ebenfalls einen relativ hohen Gehalt an Polyphenolen aufweisen, gehören auch die Apfelbeere, rote Trauben, der Granatapfel oder die chinesische Zitronenmelisse.